Entry: Wochenschau Saturday, December 10, 2005



Eine Woche ohne Büro liegt hinter mir. Ich hatte ein paar Tage frei, aber zwischendurch war ich auch auf Seminar und ich habe mir nur die Arbeitstage drum herum frei genommen.
Auch wenn ich viel unterwegs war und so gut wie keine Ruhe hatte (dabei brauche ich gerade die dringend), war es eine sehr schöne Woche.

Es fing an mit unserem schönen Zugsocking, in die "Stecknadel" nach Siegen. Es war ein gelungener Tag. Wir haben uns alle gut verstanden. Ich habe einige Bekannte wiedergesehen und neue Strickerinnen kennen gelernt; etliche Blogs und Blognamen haben nun ein Gesicht bzw. einen "richtigen" Vornamen bekommen.
Im Laden selber hat es mir auch gut gefallen. Die Auswahl war groß und der Inhaber hat sich sehr um uns bemüht.
Ein Bild von der dort erstandenen Wolle erspare ich Euch (ist alles schon schön im Schrank einsortiert), aber ich kann Euch versichern, daß einiges Schöne dabei war.

Die erste Wolle ist auch schon verstrickt, und zwar zu einem Kapuzenschal wie Ute ihn an diesem Tag anhatte. Für passende Stulpen hat die Wolle auch gereicht und es sind sogar noch ca. 100 Gramm übrig geblieben.
Die Wolle ist die "Two in One" von Schachenmayr. Sie ließ sich gut verstricken und die Farbe gefällt mir gut. Und ergiebig war die Wolle obendrein.
Hier aber nun ein Foto von dem Kapuzenschal:

Am Sonntag habe ich mir dann einen faulen Tag zu Hause gemacht, fleißig an meinem Kapuzenschal gestrickt, ein bißchen Wäsche gewaschen, mit den Katzen gespielt und geschmust, bin keinen Schritt vor die Tür gegangen.

Montag war dann Shopping in der City angesagt. Ich mußte einige Dinge besorgen und so kam ich nach dem abschreckenden Erlebnis in dem Wollgeschäft (siehe Eintrag vom Montag) dennoch mit Tüten beladen nach Hause.
Alles, was ich besorgen mußte, habe ich bekommen. Außerdem habe ich auch eine neue Winterjacke gefunden. Hatte ich schon vorher Ausschau nach gehalten, aber irgendwie war das Passende nicht dabei. Waren Farbe und Preis nach meinem Geschmack, war meine Größe nicht mehr da. Und Jacken, die paßten, gefielen mir nicht hundertprozentig. Da habe ich dann halt auch nichts gekauft.

Am Nikolaustag war ich dann auf Seminar. Es war wieder ähnlich erfolgreich wie in München und ich konnte das dort Gelernte auch direkt anwenden und an einigen Stellen mit meinem neuen Wissen glänzen. Wink 
Das an sich trockene Thema hat der Dozent gut rübergebracht und seine vielen Aufgaben, die er für uns mit hatte, waren lustig und lebhaft ausgeschmückt, so daß man immer ein bißchen schmunzeln konnte. Aber trotzdem - oder gerade deswegen - habe ich viel gelernt.

Mittwochs habe ich mit vier Kolleginnen einen Ausflug gemacht. Wir machen das immer einmal im Jahr, daß wir einen Tagesausflug in die Nähe unternehmen. Diesmal ging es nach Bernkastel-Kues an die Mosel, weil dort ein schöner Weihnachtsmarkt sein sollte. Dort konnte ich dann auch prima meinen neuen Kapuzenschal zum ersten Mal ausführen. Wink
Naja, der Ort ist sehr malerisch, aber der Weihnachtsmarkt war eher bescheiden. Maximal 30 Buden waren es, an mehreren Stellen im Ort verteilt. Da es auch ziemlich kalt war und obendrein regnete, war es eher schwierig, die fünf Stunden, die wir dort hatten, gut rumzukriegen.

Aber auch das haben wir natürlich geschafft. Wir sind den Ortskern mehrfach hoch und runter gegangen, haben uns wirklich alle Buden des Weihnachtsmarktes angeschaut. Mittags sind wir dann in einem Kartoffel-Restaurant eingekehrt und nachmittags haben wir uns in einer Konditorei hausgemachte Kuchen und Pralinen schmecken lassen.

Es war ein schöner Tag, auch wenn natürlich die anderen viel von der Arbeit erzählt haben und nicht gerade Positives. Es ist momentan megaviel zu tun (das wußte ich auch letzte Woche an meinem letzten Arbeitstag schon) und meine Mädels und Buben schaffen das Pensum vorne und hinten nicht. Entsprechend explosiv war wohl auch die Stimmung.
Na, da kann ich mich für Montag ja auf einiges gefaßt machen. Nicht nur viel Arbeit sondern auch schlechte Laune und Meckerei werden mich erwarten. Aber das soll mich heute noch nicht stören. Shades

Tja, am Donnerstag ging ich wieder auf große Reise nach Siegen. Es war ein ganz spontanes Single-Zugsocking. Morgens noch schnell mit Ute telefoniert und nicht ganz drei Stunden später stand ich schon in Hüttental-Geisweid auf dem Bahnhof und wurde von Ute empfangen. So wie Samstag auch schon.
Wir sind dann als erstes noch einmal in die "Stecknadel" gegangen. Ich brauchte noch ein bißchen Nachschub, den ich ja hier in Wuppertal nicht bekommen habe. Außerdem ist noch Wolle für einen weiteren Kapuzenschal mit nach Hause gekommen, die dann farblich gut zu meiner neuen Jacke paßt. Ich denke, daß ich heute oder morgen mit stricken anfangen werde. Ich würde das Tuch nämlich gerne an Weihnachten ausführen. Smile

Anschließend hat mich Ute dann mit zu sich nach Hause genommen und wir haben ein paar Stunden getratscht, Strickbücher angeguckt, Wollvorräte bestaunt etc. Es war ein richtig schöner Nachmittag. Danke, daß du so spontan Zeit hattest, liebe Ute.
Und eines ist sicher: solch ein Treffen wiederholen wir bestimmt - entweder in Siegen oder in Wuppertal.
Auf der Rückfahrt ist dann übrigens bereits die Socke fertig geworden, die ich erst am Mittwoch auf der Busfahrt an die Mosel begonnen hatte.

Gestern und heute (und wohl auch morgen) stehen im Zeichen des Haushaltes. Gestern habe ich mich ein wenig ums Wohnzimmer gekümmert und dann habe ich nachmittags einige Einkäufe erledigt. Der Kühlschrank war arg leer und Erik brauchte einige Dinge. Da habe ich dann hier im Ortsteil eingekauft. Und ein neues Notenbuch fürs Klavier habe ich auch bekommen. Da kann ich also wieder ein bißchen vor mich hinklimpern.

Abends bei der WM-Auslosung ist dann bereits die zweite Socke fertig geworden. Das nenne ich rekordverdächtig. In drei Tagen hatte ich ein Paar Socken noch nie fertig.
Naja, aber durch die langen Bus- und Zugfahrten hatte ich ja auch ein bißchen Zeit und konnte mehr stricken, als ich sonst in einer ganzen Woche schaffe.

Hier sind die Socken aus Mega Boots Stretch (Farbe 702), die meine Mutter zu Weihnachten bekommen wird. Sie wollte etwas Buntes; ich denke, daß diese Socken bunt genug sind:

Heute morgen läuft auch schon die Waschmaschine heiß und ich werde fleißig durch die Wohnung wirbeln, bevor am Mittag wieder eine Sängerin zur Probe kommt. Während die hier "jodelt", werde ich dann ein Päuschen einlegen und an den braunen Weihnachtssocken für Eriks Schülerin weiternadeln. Montag in einer Woche kommt sie nämlich zum letzten Mal in diesem Jahr zum Unterricht und da muß sie schließlich die Socken mitnehmen können.

So, und gleich bringe ich noch das Tauschpaket auf den Weg, damit Steffi nächste Woche in den vielen schönen Knäueln baden kann. Die Knäuel auf der rechten Seite sind die, die bei mir geblieben sind, und die auf der linken Seite machen sich jetzt mit dem Paket weiter auf die Reise. Vielleicht gefallen sie ja der einen oder anderen.

   1 comments

Bine
December 11, 2005   11:13 AM PST
 
Hallo Karin,
dein Kapuzenschal ist auch sehr schön geworden. Jetzt weiß ich ja auch, wie ich mir den angezogen vorstellen muss.
Bussi
Bine

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